WAS ES BEIM UV-SCHUTZ ZU BEACHTEN GILT

Endlich ist der Sommer da: Es ist heiß, die Sonne knallt und glücklich ist, wer jetzt nicht arbeiten muss. Denn dann locken See, Meeresstrand oder einfach das genüssliche Flanieren durch die sommerliche Stadt. Ein Utensil, das dabei nicht fehlen darf, ist die Sonnenbrille. Aber Vorsicht: Nicht jede Sonnenbrille tut was sie soll. Gerade bei Billigmodellen drohen UV-Schäden der Augen. Ob als schickes Accessoire, als Statussymbol oder ganz pragmatisch als Filter gegen die blendende Sonne: Sonnenbrillen gehören einfach dazu. Der Zweck der Brille ist immer der gleiche: Sie soll die empfindlichen Augen vor den UV-Strahlen der Sonne schützen.

Das aber funktioniert nur, wenn die Sonnenbrille auch die richtige Tönung hat. Diese soll nicht nur die Helligkeit der sichtbaren Strahlung abdimmen, als Blendschutz dienen, sondern auch die unsichtbaren UV-Strahlen aus dem Licht herausfiltern. Denn diese energiereichen, kurzwelligen Strahlen werden nur zum Teil von der Augenlinse absorbiert, der Rest gelangt auf die Netzhaut. Ist die Strahlung zu intensiv, wie am Strand oder im Süden der Fall, dann kann sie Schäden an Netzhaut und Hornhaut des Auges verursachen. Bemerkbar machen sich UV-Schäden an der Hornhaut durch Rötung, Brennen und ein Fremdkörpergefühl im Auge. In diesem Fall sollte man sofort aus der Sonne gehen und einen Arzt aufsuchen. Durch einige Tage Ruhe und eine Salbenkur heilt die Hornhaut glücklicherweise wieder ab. Tückischer sind die schleichenden, langfristigen Schäden: Langfristig kann zu viel UV-Strahlung den Grauen Star und die altersbedingte Makuladegeneration fördern.

Nicht nur im Sommer, sondern das ganze Jahr über sind unsere Augen der UV-Strahlung ausgesetzt - selbst bei starker Bewölkung. Bis zu 40 Prozent der UV-Belastung entstehen, wenn wir uns nicht in direktem Sonnenlicht aufhalten. Außerdem reflektieren neben Schnee, Wasser und Sand, auch Wolken, Straßen oder Glasfronten UV-Strahlen. Diese fallen schräg in das Auge, ohne von uns wahrgenommen zu werden. Im Herbst kann es durch die tiefstehende Sonne zu stark blendenden Reflexionen kommen. Außerdem intensivieren kleine Wasserpartikel im Nebel die Strahlung. Lichtreflexionen vom Wasser verstärken das UV-Licht um 20 Prozent, Schnee sogar um 80 bis 95 Prozent. Im Gebirge nimmt die Intensität der UV-Strahlung pro 1000 Höhenmeter um 10 Prozent zu.